Selbstverteidiungs-Abend im April mit Tom Neu

  • Beitrag vom: Sonntag, 16. April 2017

Der SV-Abend im Post SV Nürnberg (offen auch für alle umliegenden befreundeten Ju-Jutsu-Vereine und den Budo-Abteilungen des Post SV Nürnberg) erfreut sich wie eigentlich jedem Monat eine besondere Beliebtheit.
Dieses Mal war der Gastreferent Tom Neu (Polizeireferent des Ju-Jutsu Verbands Bayern) wieder bei uns zu Besuch und unterstrich gleich zu Beginn die Wichtigkeit des "sich bewusst machens" von echten Selbstverteidigungsszenarien.
Die sich etwas geänderte Realität von Anschlagsgefahren bei uns in Deutschland (wie zuletzt in Berlin, oder Übergriffen wie in Köln), kann man nicht komplett ignorieren, man sollte aber sich auch nicht davon abbringen lassen sein Leben draußen in der Öffentlichkeit weiter zu verbringen. 

Was man machen kann ist, sich damit präventiv geistig und im Training zu beschäftigen: was mache ich dann, wenn mich mal jemand versucht anzugreifen... was passiert dann... wie fühlt es sich vielleicht an... wie komme ich aus der Situation ohne größere Verletzungen am einfachsten heraus?

 

Dazu brachte Tom diesesmal hauptsächlich Tipps und Tricks für eine gute Deckungsarbeit mit. Aufgewärmt wurde gleich mit zuerst langsamen Schlägen zum Kopf, wo die Deckungsarbeit des Angegriffenen der Fokus war. Nach einiger Zeit wurde das Tempo etwas erhöht und auch der restliche Körper als "Trefferfläche" hinzugenommen. Schnell merkte man, das man nicht alle Körperteile gleich gut schützen konnte. Man musste sich auf die Wichtigsten konzentrieren. 

Tom lies auch die Intensität der Schläge zwischenzeitlich mal erhöhen, mit dem Hinweis es darf im Training durchaus auch mal etwas (nicht übertrieben) weh tun, das man merkt wie es sich anfühlt und man selbst etwas in realistischen Stress kommt, den man auf der Straße im Ernstfall nochmal deutlich höher dann hätte. 

Weitere Steigerungen waren dann Angriffe mit Hammerfaustschlag oder mit der Knöchelleiste der Hand. Auch wurde geübt wie man sich Deckungsmäßig verhalten kann, wenn man ungewollt auf die Knie gebracht wird (z.B. nach einem Low-Kick). 

Zum Ende hin begaben wir uns aus der Halle hinaus, auf die Treppe runter zum Cycling-Raum im Keller, wo Tom das nun lange geübte Deckungsverhalten dann nochmal auf der Treppe testen lies. Man sollte sich vorstellen man wäre z.B. bei einem Fußballspiel auf dem Weg zur Tribühne oder zur Toilette, und wird da auf engen Raum plötzlich angegegriffen. 

Zuletzt das gleiche Deckungsverhalten, aber mit dem Zusatz eines möglichen aktiven Erwehrens im Bus oder auf der Parkbank, wo man unerwartet im Sitzen angegegriffen wird. 

Wie immer waren alle begeistert von den vielen neuen Erfahrungen und auch einigen hat das doch eher auspowernde Training auch mal sehr gut gefallen.

Danke an Tom! 

 

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